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In den Niederlanden ist der 5. Dezember der eigentliche Tag der
Weihnachtsgeschenke, denn der 25. Dezember ist ein rein
religiöser Feiertag. Zum 5. Dezember stellen alle Kinder in
den Niederlanden nicht nur einen Stiefel vor den Kamin, sondern auch
Heu für das Pferd des Weihnachtsmanns.
In Skandinavien wird Julbrot gebacken und Julbier gebraucht. Des
Weiteren wird zur Weihnachtszeit Julstroh im Wohnzimmer verteilt. Das
Julfest endet in Skandinavien erst am 13. Januar mit einem sehr
großen Fest.
Die Finnen gehen zum Heiligen Abend traditionell in die Sauna und essen
hinterher einen „gebackenen Schweden“ (Gericht aus
Schweinefleisch).
In Italien wird zur Weihnachtszeit vor allem den Krippen ein besonderes
Augenmerk zugeteilt. Einen Weihnachtsbaum findet man hier so gut wie
gar nicht.
In Frankreich gehen die Familien traditionell zu Heilig Abend in die
Mitternachtsmesse. Wenn niemand zu Hause ist kommt dann der
Weihnachtsmann und steckt die Geschenke in die Schuhe, die die Kinder
zuvor neben der Weihnachtskrippe aufgestellt haben.
In Spanien gibt es zu Weihnachten keine Geschenke, denn der Geschenktag
ist erst der 6. Januar, der Tag der Heiligen Drei Könige.
Ihnen zu Ehren wird ein großer Umzug abgehalten. Seit den
1980er Jahren gibt es aber auch in Spanien viele Familien, die einen
Weihnachtsbaum haben und wir bei uns in Deutschland am Heiligen Abend
die Bescherung machen.
Zum Heiligen Abend ziehen in Griechenland viele Kinder mit lauten
Trommeln durch die Straßen und singen glückbringende
Lieder. Dafür bekommen sie dann kleine Geschenke. Zudem kommt
in der Nacht zum 1. Januar der Heilige Vassilios zu den Kindern, und
legt ihnen Geschenke vor das Bett.
In Russland bekommen die Kinder erst zum 31. Dezember ihre Geschenke.
Weihnachten selbst ist hier am 7. Januar, da in Russland ein anderer
Kalender Berücksichtigung findet.
In Polen beginnt wie hier bei uns die Weihnachtszeit mit dem ersten
Advent. Allerdings ist die gesamte Adventszeit hier ein Fastenmonat,
der dann mit dem Heiligen Abend endet. Am Heiligen Abend trifft man
sich dann in der Familie und beendet die Fastenzeit mit einem
reichhaltigen Mahl.
In England schmückt man zum Heiligen Abend alle Zimmer mit
Mistelzweigen, Stechpalmen und auch mit Lorbeer. Die Mistelzweige haben
sich auch bei uns in Deutschland durchgesetzt, denn wenn man sich unter
ihnen küsst, soll dies Glück bringen. In England
müssen sich die Kinder aber bis zum Ersten Weihnachtstag
gedulden, denn Santa Claus kommt erst in der Nacht vom Heiligen Abend
auf den Ersten Weihnachtstag und steckt seine Geschenke in die
Strümpfe, die die Kinder vor dem Kamin aufgehängt
haben.
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