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Geburtstagskind,
der Ausdruck, Leute verzeiht, wenn ich's zu sagen wage, ist
unzutreffend, just seit heute ist er erwachsen, denn der Tage einundzwanzigtausendfünfhundert zählt
der junge Mann und wer über die Zahl sich wundert ja
gerne selber rechnen kann. Dafür, dass er die auf dem Buckel hat,
sieht er noch manierlich aus, genau gesagt, er ist ein
Schnuckel, so was hält man sich gern im Haus. Auf
diesen Kerl hier kann man bauen, wer es nicht glaubt, fragt
seine Frau, er ist einer der ziemlich Schlauen, das
weiss er leider zu genau. Willst Du im Schachspiel ihn
besiegen, dann denk' Dir gute Züge aus, sein König
ist nicht leicht zu kriegen, der Sieg ist ihm, wie der Applaus. Und
applaudiern wolln wir auch heute, zum Sechzigsten, laut wie
noch nie, denn's Leben ist, ihr lieben Leute, die
allerschwerste Schachpartie.
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Sechs
mal zehn, das ist nicht schwer, doch man muss es erst mal
werden, wer nicht gerne sechzig wär, hätt' versäumt
was auf der Erden. Klug genug jetzt durch Erfahrung, doch
zu jung für Flüssignahrung, bald winkt schon das Rentnerleben, gibt's
auch nicht viel auszugeben. Endlich könnte man mal schlafen, ohne
Geld heran zu schaffen, doch des Lebens reife Zeit bringt
meist die Schlaflosigkeit. Doch an Schlaf will ich nicht
denken, lieber mal das Glas voll schenken, ein Prost
auf das Geburtstagskind, für das wir hier versammenlt sind.
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Sechzig
Jahre gingen leise, auf eine ganz eigene Weise, krochen
sie so vor sich hin, stets erfüllt mit Lebenssinn. Sechzig
Jahre sind verklungen, warn mit Arbeit meist durchdrungen, doch
weiss das Geburtstagskind auch wo des Lebens Freuden sind. Kommt,
wir wollen singen, leise klingt sie, jene alte Weise, die
uns einst in unsren jungen Tagen Mutter hat gesungen.
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Kommt,
erhebt euch von den Stühlen, lasst uns unsre Gläser füllen, mit
dem roten Wein, dem kühlen, freier Lauf sei den Gefühlen. Sechzig
stolze, tolle Lenze zählst Du jetzt in voller Gänze, kommt
wir tanzen olle Tänze, es gilt nicht, dass jemand schwänze. Sechzig
stolze, tolle Jahre, ob mit oder ohne Haare, gar
keine Alteisenware und nicht reif für die Bahre. Wenn
die Wirtsleut uns nicht lassen, feiern wir halt in den Straßen und
in altbekannten Gassen unterm Mond, dem blassen.
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Leser-Kommentare (1)
lal
(10.12.2008 17:05:04)
Zum 60.
60 Jahre soll er heute sein,
doch ich glaub, das ist nur Schein.
Ich bin ganz sicher, das ist ’ne Ente,
der [Name] will nur früher in Rente
Und selbst wenn er’s beweisen könnt,
dass ihm die 60 schon vergönnt,
muss ich daran erinnern, dass Udo Jürgens sang:
Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an!
Also lieber [Name], da sind noch 6 Jahre Zeit.
Überhaupt kommt nach 60 noch ’ne ganze Ewigkeit.
Aber auf Zahlen soll man eh nichts geben,
Hoch der [Name]! Hoch soll er leben!
(Bitte Groß- und Kleinschreibung, sowie Grammatik beachten!)
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