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Sound-Planet - Gedichte - 1. Mai Gedichte

1. Mai Gedichte




Dass Arbeit lohnenswerter sei,dafür steht er, der erste Mai.
Denn früher waren ohne Rechte
die Arbeiter, schon fast wie Knechte,
da gibt es heute ohne Ende,
Gewerkschaften und auch Verbände.
Wo einst vom Herrn diskriminiert,
haben Arbeiter sich organisiert.
Damit Erinnerung nicht verblasst,
hat man den ersten Mai verfasst
zum Tag der Arbeit auf der Erde,
damit Gerechtigkeit Herr werde
den Mächtigen und Superreichen,
wenn sie nicht von der Stelle weichen.
Dem Ganzen Einigkeit leiht Kraft,
die Ausgleich für das Schuften schafft.

---

In Amerika, dem unendlich weiten,
fing es einstmals sehr blutig an,
Arbeiter wollten erstmals erstreiten,
dass vom Lohne menschlich man leben kann.
Achtzehnhundersechsundachtzig
floss das Blut im Arbeitskampf,
und mancher Fabrikboss dacht sich,
dass bald nachließe der Dampf.
Doch Mut ergriff Männer und Frauen,
die allzu lange schwer gelitten,
die Welt begann, nach Chicago zu schauen,
auch anderswo wurden Rechte erstritten.
Der erste Mai ist ein Feiertag,
an dem nicht nur der Arbeiter feiern mag.

---

Kinderarbeit, Ausbeutung,
Schläge, Schmutz und auch Schikanen,
waren früher von Bedeutung
auch für unsre eigenen Ahnen.
Arbeitgeber ohne Scheu
saugten bis zum Letzten aus,
hatten Geld und Gold wie Heu,
waren im Palast zuhaus.
Dass dieses nie mehr geschieht,
dafür steht der erste Mai
und so manches Kampfeslied
dankt, dass heute wir recht frei
protestieren, demonstrieren,
und auch unsre Meinung sagen,
notfalls uns auch nicht genieren,
einen Arbeitskampf zu wagen.
Von den USA bis zur Türkei
hat man frei am ersten Mai.

---

Noch immer liegt manches im Argen,
auch jetzt, in der heutigen Zeit,
und nicht alle können es sagen,
der erste Mai hat uns befreit.
Noch zu viele werden geknechtet,
für Schwerstarbeit nicht mal entlohnt,
fast wie Sklaven sind sie und entrechtet,
weil das Geld über ihnen hoch thront.
Noch haben sie sich nicht erhoben,
doch dauert es wohl nicht mehr lang,
die Fäden, die sind schon gewoben
für der Freiheit notwendigen Gang.
Noch immer sterben wie Fliegen
Kinder Hungers, an Schlägen und Gift,
sie müssen am Herzen uns liegen,
weil ihr Leid uns alle betrifft.
Noch immer sind nicht alle frei
auf der Welt zum ersten Mai.
Dass dies Elend nicht lange mehr sei,
ist uns, weiss Gott, nicht einerlei.









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