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Verirrtes
Wesen, wo findest du Ruhe, der Betende wirr vom endlosen
Fleh’n, da senkt sich herab, aus göttlicher Truhe, die
Taube, die lehrte die Blinden das Sehen. Taube des Ostens,
Taube der Freiheit, Taube des Geistes, der endlich vollbracht, was
furchtloser Wunsch vollendeter Dreiheit zum Segen der
Menschheit nach Hause gebracht.
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Wie
uns die Alten lehrten an Pfingsten war’s bereit, da
sahen und erhörten die Jünger seinerzeit den Heilgen
Geist, der segnete die Sprachen, das Verstehen, damit
auf aller Erden die Menschen würden sehen, was Jesus
einst begonnen, was Freunde fortgeführt, was nie wie
Sand zerronnen, was jeden still berührt. Wie uns die
Alten lehrten, an Pfingsten war’s bereit, es sollte
weiterwirken in alle Ewigkeit.
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Es
duftet die Rose zu Pfingsten so schön, sie leuchtet, verführt
uns sie anzuseh’n, sie schmeichelt und fügt sich dem Auge wohl
ein, will selbst gern umschmeichelt und wohlgehüt’ sein. Mein
Liebchen zu Pfingsten, da leuchtest auch du, da drücken die
Alten ein Auge wohl zu, da schmeichle ich gern dir, hält dich
starker Arm, da halten im duftenden Moos wir uns warm. Es
duftet die Rose zu Pfingsten so schön, mein Liebchen verführt
mich, nur sie anzuseh’n.
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Pfingsten
strahlt im hellen Scheine, Heilger Geist wir bitten Dich, lass
uns werden wie der Eine, der uns starb ohne Gericht. Gib
uns Liebe, gib uns Zungen, dass wir predigen allhier, wenn
um Worte wir gerungen, öffnen Herzen sich ja Dir.
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Es
ruhet die Arbeit, der Tagewerk Strom, wir danken dem Vater,
dem Geist und dem Sohn. Wir jauchzen, frohlocken, wir feiern
den Tag, an dem der Geschmähte erscheint ohne Plag, wir
taufen, wir segnen, wir beten zu Dir, Du pflanztest die Rose
ins Herz uns dafür. Dein Geist war erschreckend, doch hielten
wir stand, er reichte von fern uns Verlor’nen die Hand. O
Herr, deiner Güte feiern wir heut dies Fest, die nimmer und
nirgends uns ungeschützt lässt.
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Birke,
Eiche – Flechtgirlande schmiegt sich eng als junges Kleid um
die Rinde, tanzt behande ihren Tanz der Eitelkeit.
Weht
im Winde, will sich drehen, will mit dir auch halten mit, doch
mein Liebster, ich kann sehen, niemand tanzt wie du den
Schritt.
Farbenfroh lockt die Girlande, lockt
mich fort von unsrem Haus, Liebster trüg sie deine Bande, tanzt
ich gern mit ihr hinaus.
Ein Glas Wein, dann muss
ich gehen, Mutter schaut schon nach mir aus, wollt
wohl selbst gern noch mal stehen, bei der Girlande vor dem
Haus.
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