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Silvestermorgen.
Ich denke daran, dass ich noch schnell etwas machen kann Von
all dem, was ich mir für` s Jahr vorgenommen. Wäre mir nicht
immer was dazwischen gekommen.
Jetzt wäre noch Zeit
für ein paar gute Taten. Den Nachbarn in Wohnungsdingen
beraten? Guten Freunden Dankesbriefe schicken? Jemanden
mit Blumensträußen beglücken?
Ich denke und grübele:
Was soll ich noch machen? Da höre ich die ersten Böller
krachen. Die Uhr schlägt zwölf. Nun ist es zu spät. Die
Glocken läuten. Das Alte geht.
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Das
neue Jahr steht schon vor der Tür Mal sehen, was es uns bringt. Wir
wollen das Beste dafür tun. Ob uns das gelingt?
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Ich
wünsche mir für dieses Jahr, dass ich gesund bin, das ist klar. Doch
will ich jetzt nicht unverschämt sein. Meine nächsten Wünsche,
die sind recht klein. Ein neues Auto machte sich gut. Wer
weiß, wie lang es das alte noch tut. Ein Umzug käme mir auch
gut zu Pass. Eine größere Wohnung, das wäre doch was. Wenn
dann noch ein neuer Arbeitsplatz wäre, und ich brächte es
damit zum Millionäre; dann braucht nur noch die Liebe den Weg
zu mir finden, und ich könnte am nächsten Silvester verkünden: Freunde,
dieses vergangene Jahr War das beste, was mir je im Leben
geschah!
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Silvestermorgen. Ich
ziehe Bilanz. War es denn gut? Na, ja! Nicht so ganz. Haben
sich alle Wünsche erfüllt? Wurde heimliche Sehnsucht gestillt? So
manches ist einfach nicht eingetroffen. Ich will es für` s
Neue Jahr mir erhoffen. Habe ich alles getan, wie geplant? Hab’
angefangen? Hab’ Wege gebahnt? Nein, manches ist einfach
liegen geblieben. Ich muss es auf’ s Neue Jahr verschieben. Ich
sitze und warte auf Mitternacht. Vielleicht kommt es dann, wie
ich mir’ s gedacht.
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Sie
werden um Mitternacht geboren, die guten Vorsätze für das Neue
Jahr. Da hat sich so mancher laut geschworen: Ich
mache es besser; es wird wunderbar.
Das hält wohl an
bis zum Neujahrsmorgen, manchmal bis in den Frühling hinein. Und
manchen fällt noch im Herbst oder Winter Der gute Vorsatz
wieder ein.
Manch einer glaubt über das Jahr fest
daran: Ich mache es besser, morgen fange ich an. Doch
die Zeit vergeht schneller, als man gedacht. Schon ist sie da,
die Silvesternacht.
Die Zeit für den guten Vorsatz
läuft ab. Nun trägt man ihn würdevoll zu Grab. Doch
kurz nach zwölf, - so kann es gehen, - Lässt man ihn wieder
auferstehen.
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