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Einmal
mehr öffnet sich die Himmelstür, Schneeflocken schweben herab,
für und für. Das Fürchten entkommt auf leisen Pfaden, Winter
öffnet die Himmelsladen im weihnachtlich weißen Gewand, ein
Engel nimmt Dich an die Hand, scheu schaust Du auf, Dein
Hoffen erhört, Winter darauf Dein Sinnen betört.
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Scheiden
Winter, scheiden, tut der Liebe weh; schneiden,
Winter, schneiden will dein harter Schnee.
Wage,
Mutloser, wage, lautet Dein kühnes Wort; wehe,
Tapferer, wehe, mit mir an anderen Ort.
Bleiben,
Winter, bleiben, schallt’s aus meinem Herz; treiben,
Winter, treiben soll mich nicht der Schmerz.
Zage,
Zauderer, zage nicht vorm kühlen Eis; trage,
Wanderer, trage den Wandel wie Schneeflocken leis.
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Winter
im ewigen Raum, die Blüte sehnt stumm ihren Traum unter
Eis und Schnee. Kinder tummeln sich auf verfrorenem See. Wär’
ich an ihrer Stelle, wär’ ich von Herzen froh. Doch
ewig verfroren die Schwelle – ach, ich liebte den Winter
einst so!
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Welch Freude uns
der Winter bringt, wenn im Fall der frohen Flocken leis
ein kühles Lied erklingt, um zum Tanz uns zu verlocken. Leb
dich, lieb dich Winterpracht, wenn im lichtvoll glänzend Eise, wenn
im Leuchten deiner Nacht schallt ein Hauch von alter Weise.
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Winter
kehrt auf seiner Reise wieder ein in unser Haus, lehrt
auf gar nicht frost’ge Weise uns den leck’ren
Weihnachtsschmaus. Stube putzen, Plätzchen backen, Stollen
auch, den Punsch dazu, Holz auf alle Fälle hacken, Winter
sorgsam achtest Du auf die Wünsche uns’rer Herzen, auf
die Wünsch’ von jedem Kind, auch im Winter lässt’s sich’s
scherzen, wenn wir in Dir geborgen sind!
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Bruder
Winter, kehre ein, in mein warmes Stübelein, sei mein
Gast, ohne Hast sollst bei mir willkommen sein!
Bruder
Winter, ach so lang hab ich dich vermisst, weiß dein
Kleid, kühl verschneit, ohne dich war mir so bang!
Bruder
Winter, bleibe hier, lass mich nicht allein, kühl
mein Herz von dem Schmerz den Sommers Tücke bereitet
mir!
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Jauchzende Schlitten
huschen vorbei, sind es die Kinder, die lachen dabei, sind
es die Flocken, die spotten und scherzen, ist es der Frohsinn,
der prägt unsere Herzen, Schlitten, die jauchzen, rutschen im
Schnee, Kufen, die kitzeln den lachenden See. Jauchzen
und lachen, spottender Scherz, Winter, ich lieb dich, du
wärmst mir das Herz!
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Lebewohl
denn Winter und verzeih mir die Freude des Abschieds. Schon
schmeck ich die Früchte des kommenden Sommers, dein
frostiges Lied übertönt die Amsel ein Krokus weist
mir den lichteren Weg, ein weiterer Frühling wird folgen. Lebewohl
denn Winter, verzeih.
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