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Leg mich wie ein Siegel auf dein Herz, wie ein Siegel an deinen Arm!
Stark wie der Tod ist die Liebe, die Leidenschaft ist hart wie die
Unterwelt. Ihre Gluten sind Feuergluten, gewaltige Flammen. Auch
mächtige Wasser können die Liebe nicht
löschen; auch Ströme schwemmen sie nicht weg.
Böte einer für die Liebe den ganzen Reichtum seines
Hauses, nur verachten würde man ihn.
Hld. 8,6-7a
Als Tobias und Sara in der Kammer allein waren, erhob sich Tobias vom
Lager und sagte: Steh auf, Schwester, wir wollen beten, damit der Herr
Erbarmen mit uns hat. Und er begann zu beten: Sei gepriesen, Gott
unserer Väter; gepriesen sei dein heiliger und ruhmreicher
Name in alle Ewigkeit. Die Himmel und alle deine Geschöpfe
müssen dich preisen. Du hast Adam erschaffen und hast ihm Eva
zur Frau gegeben, damit sie ihm hilft und ihn ergänzt. Von
ihnen stammen alle Menschen ab. Du sagtest: Es ist nicht gut, dass der
Mensch allein ist; wir wollen für ihn einen Menschen machen,
der ihm hilft und zu ihm passt. Darum, Herr, nehme ich diese meine
Schwester auch nicht aus reiner Lust zur Frau, sondern aus wahrer
Liebe. Hab Erbarmen mit mir, und lass mich gemeinsam mit ihr ein hohes
Alter erreichen! Und Sara sagte zusammen mit ihm: Amen.
Tob. 8,4-8
Dann sprach Gott, der Herr: Es ist nicht gut, dass der Mensch allein
bleibt. Ich will ihm eine Hilfe machen, die ihm entspricht. Gott, der
Herr, formte aus dem Ackerboden alle Tiere des Feldes und alle
Vögel des Himmels und führte sie dem Menschen zu, um
zu sehen, wie er sie benennen würde. Und wie der Mensch jedes
lebendige Wesen benannte, so sollte es heißen. Der Mensch gab
Namen allem Vieh, den Vögeln des Himmels und allen Tieren des
Feldes. Aber eine Hilfe, die dem Menschen entsprach, fand er nicht. Da
ließ Gott, der Herr, einen tiefen Schlaf auf den Menschen
fallen, so dass er einschlief, nahm eine seiner Rippen und verschloss
ihre Stelle mit Fleisch. Gott, der Herr, baute aus der Rippe, die er
vom Menschen genommen hatte, eine Frau und führte sie dem
Menschen zu. Und der Mensch sprach: Das endlich ist Bein von meinem
Bein und Fleisch von meinem Fleisch. Frau soll sie heißen;
denn vom Mann ist sie genommen. Darum verlässt der Mann Vater
und Mutter und bindet sich an seine Frau, und sie werden ein Fleisch.
Gen. 2,18-24
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